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Wie wichtig sind Omega-3-Fettsäuren für den Menschen?

 

© deagreez AdobeStock 348494708
Zu einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährung gehört auch eine geringe Menge an Fetten. Hier gibt es wesentliche Unterschiede zwischen gesunden und ungesunden Arten von Fetten. Inzwischen ist weitgehend bekannt, dass ungesättigte Fettsäuren zu den gesunden Fetten zählen und von Omega-3-Fettsäuren haben viele Menschen zumindest schon gehört. Was genau sind aber Omega-3-Fettsäuren und warum sind sie ein wichtiger Bestandteil der Ernährung? Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die im menschlichen Körper eine ganze Reihe wichtiger Funktionen erfüllen. Sie müssen über die Ernährung zugeführt werden, weil der Körper diese Fettsäuren nicht selbst herstellen kann. Grundsätzlich sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wichtig für die Zellen. Sie sind beispielsweise Bestandteile der Zellmembranen und helfen bei der Zellteilung. Letzteres gilt vor allem für die Omega-3-Fettsäuren. Die Gesundheit profitiert aber auch an anderen Stellen von Omega-3-Fettsäuren, denn sie verfügen über eine blutdrucksenkende Wirkung und fördern die Durchblutung. Außerdem erhöhen sie den Spiegel des HDL-Cholesterins und reduzieren das LDL-Cholesterin, das sich in zu großer Menge negativ auswirkt. Die Fettsäuren wirken sich darüber hinaus positiv auf das Immunsystem aus und helfen, Entzündungsprozesse einzudämmen.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Omega-3-Fettsäuren um ALA, EPA und DHA. Die alpha-Linolensäure (ALA) kann vom Körper genutzt werden, um daraus Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) herzustellen, jedoch nur in kleinen Mengen. Sie ist in erster Linie in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, beispielsweise in Walnüssen und Rapsöl, vor allem aber in Leinsamenöl.
EPA benötigt der Körper wiederum für den Stoffwechsel. EPA ist als solche in erster Linie in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, besonders in fettreichen Fischsorten. DHA steckt ebenfalls in erster Linie in fettreichem Fisch. Auch das menschliche Gehirn besteht zu einem großen Teil aus Fett, DHA ist die wichtigste Fettsäure für das Gehirn und die Gehirnentwicklung. Deswegen ist gerade die ausreichende Zufuhr von DHA auch für Schwangere und stillende Mütter bzw. für Säuglinge von Bedeutung.

Omega-3-Fettsäuren sind also wichtig für den gesamten Körper. Bei den fettreichen Fischsorten, in denen sie enthalten sind, stehen Lachs und Hering ganz oben. Auch in Fischöl befinden sich die Fettsäuren. Ein Mangel kann zum Beispiel Muskelschwäche und Sehstörungen nach sich ziehen. Im Normalfall braucht man davor jedoch keine Angst zu haben, weil in unseren Breiten ausreichend Omega-3-Fettsäuren in der täglichen Ernährung zur Verfügung stehen und es einfach möglich ist, sich im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit diesen Nährstoffen zu versorgen. Problematisch kann es werden, wenn man sich komplett fettfrei ernährt. Wenn man herausfinden möchte, ob der eigene Körper über genug Omega-3-Fettsäuren verfügt, kann man dies im Rahmen eines Bluttests feststellen. Dieser wird jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern muss selbst gezahlt werden.
Ein weiterer Aspekt, der bei der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren eine Rolle spielt, ist die Omega-Balance. In der heutigen Ernährung kommen immer mehr Omega-6-Fettsäuren vor, die von denselben Enzymen verarbeitet werden wie die Omega-3-Fettsäuren. Beim Vorhandensein zu vieler Omega-6-Fettsäuren können folglich weniger Omega-3-Fettsäuren verarbeitet werden. Omega-6-Fettsäuren sind unter anderem in Sonnenblumenöl enthalten, aber auch in vielen Lebensmitteln, die bereits fertig verarbeitet sind. In Zuchtlachs ist die Menge an Omega-6-Fettsäuren meistens höher als bei Lachs, der nicht von Farmen stammt.

Obwohl Omega-3-Fettsäuren gesund und wichtig sind, ist es sinnvoll, Rücksprache mit dem Arzt zu halten, wenn man entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte. Zum einen kann der Arzt in Hinblick darauf beraten, ob eine zusätzliche Einnahme überhaupt notwendig ist. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Präparate aber auch stark voneinander. Die genaue Menge an enthaltenen Fettsäuren ist beispielsweise nicht überall gleich. Trotz aller positiven Auswirkungen, die eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren hat, kann es auch hier zu viel des Guten geben. So besteht unter anderem die Gefahr von Erbrechen oder Übelkeit. Auch negative Auswirkungen auf das Immunsystem sind möglich oder eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes.
Die beste Vorgehensweise, um den Körper mit ausreichend gesunden Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, ist also tatsächlich, auf einen ausreichenden Anteil im Rahmen der alltäglichen Ernährung zu achten. Social Buttons von Facebook, Twitter und Google anzeigen (Datenschutzbestimmungen)
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